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Auch Canon-Drucker lassen sich problemlos mit einem Continuous-Ink-System ausrüsten.
Eine ausführliche Anleitung für den Umbau anhand eines Canon Pixma IP4200 wurde mir freundlicherweise von Dominik Bendick (Forum: holundermann) für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Das Interessante daran ist die Tatsache, daß das System auch mit den neuen Chip-Patronen funktioniert.
Wie immer auch hier der Hinweis:
alle Nachbauten erfolgen auf eigene Gefahr, wir übernehmen keinerlei Haftung für irgendwelche Schäden!
und nun viel Spass mit der Bastelanleitung von holundermann:
Userbeitrag vom 4.4.2006
CIS-Refillsystem für Canon Pixma IP4200 von Dominik Bendick
(Anmerkung Drucker-Onkel: sollte für die meisten Single-Ink-Geräte von Canon funktionieren!)
Nachdem ich „leider“ einen Canon IP4200 als Ersatz für meinen IP4000 bekommen habe musste ich mir etwas wegen der höheren Druckkosten dank CHIP-Technologie einfallen lassen.
Da ich ja bereits im IP4000 erfolgreich ein CIS (Continius Ink System) genutzt habe, wollte ich dieses nun in den IP4200er umbauen.
Als erstes habe ich die ungeöffneten Originalpatronen von Canon genommen und im Tankbereich ein kleines Loch gemacht um die vorhandene Tinte mit einer Spritze abzusauegen. Danach ein Loch mit Ø 2,2mm gebohrt um die Schlauchzuführung später anschließen zu können. Die Tinte habe ich nur herausgenommen damit ich nicht mich und meinen Schreibtisch einsaue.
In das vorhandene Loch habe ich dann eine kleine Silikondichtung eingesetzt (war bei meinem alten CIS dabei), da ich die Schläuche nicht alle mit Heißkleber befestigen wollte.
Wichtig! Auf keinen Fall die „Fähnchen“ an den Patronen abziehen da die Patrone sonst den aufgebauten Unterdruck von ca. 3 mbar nicht durch die Schlauchleitung bis in Tanksystem fortsetzt, dann würde keine Tinte in die Patrone befördert werden können.
Ich habe die Fähnchen einfach ein wenig gekürzt.
Nachdem die Patronen so weit vorbereitet waren habe ich das ganze in den Drucker eingesetzt und angemacht.
Der Druckkopf versuchte sich auszurichten und die Schlauchleitungen (Anschluß an den Patronen) blieb am Gehäuse hängen...
Also musste ich auf beiden Seiten des Drucker ca. 5mm vom Gehäuse abschneiden.
Nachdem dieses kleine Problem gelöst war, konnte es endlich ans drucken gehen. Da diese Stelle am Drucker nur ein Spiel zwischen Patrone und Gehäuse von ca. 2,5mm hat, könnte man fast meinen das es Absicht von Canon war um den Einbau eines CIS zu erschweren...
Aber das ganze druckte jetzt ohne Probleme, jetzt war ich gespannt was passiert wenn der Drucker Farbe verbraucht und ob sie auch wirklich in die Patronen nachläuft und natürlich was der Chip in der Patrone dazu sagt.
Der Drucker durfte also seine arbeit verrichten und nach ca. 20ml verbrauchter Magentatinte kam folgender Hinweis im Statusfenster

Also Patrone rausgenommen um zu schauen ob keine Tinte nachgeflossen ist, denn der Drucker ermittelt ja durch Hilfe eines Prismas den Füllstand der Patrone.

Die Patrone war aber immer noch voll, also muß der Drucker in irgendeiner anderen Weise einen ungefähren Tintenverbrauch ermitteln bzw. protokollieren.
Also durfte der Drucker weiter arbeiten, wollte ja Wissen was als nächstes passiert.
Ca. 15ml magenta später kamen dann folgende Fehlermeldungen die ich alle brav mit OK bestätigt habe:
Jetzt druckt der Drucker unbeirrt weiter und nur der Statusmonitor hat sich ein wenig verändert. Wie versprochen zeigt er jetzt nicht mehr den Füllstand der Patronen an.

Mittlerweile (3 Tage nach Umbau) habe ich ca. 150ml Magenta verbraucht und das Druckbild ist einwandfrei, ich bekomme keine nervigen Warnhinweise und kann jederzeit sehen wie viel Tinte noch vorhanden ist.

Alles in allem muß ich sagen das es eine sehr lohnenswerte Investition von Arbeit gewesen ist und für alle die jetzt meinen das man nicht am seinen Drucker herumbasteln sollte und Teile wegen Garantie herausschneiden sollte, denen möchte ich nur auf den Weg geben das ich in den 3 Tagen ca. 200ml Tinte verbraucht habe, dieses entspricht ca. 18 Tintenpatronen á € 10,-
Und das wichtigste ist: Kein nerviges nachfüllen von Patronen und der Drucker kann seine arbeit verrichten ohne das man daneben sitzen muß und den Tintenstand kontrolliert.
Vielen Dank für diese sehr ausführliche Anleitung an Dominik Bendick

heute kam ein kleines Update zum CIS herein:
Habe jetzt ca. 1.000ml Tinte jeder Farbe verbraucht und bin bei 2.500 CD´s und 13.000 Seiten angelangt. Bis jetzt funktioniert das ganze ohne Probleme.
In der Zwischenzeit habe ich noch den Drucker von einem Bekanten umgebaut. Auch bei dem funktioniert es ohne Probleme.
Über meine Ersparnis an Tintepatronen möchte ich gar nicht mehr nachdenken, da ich zur Zeit meine Tinte direkt importiere und für 500ml umgerechnet gerade einmal 9,00 € bezahle...
Aber im groben habe ich bis jetzt knapp € 5.000,- gespart (ca. 500 Patronen mit ca. 11ml gefüllt, zu je ca. € 10,-) und das bei einem Materialeinsatz (inkl. Tinte bis jetzt) von läppischen € 150,-...
