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Fachbegriffe rund um das Thema Decal-Erstellung.

Sie möchten Ihr Modell verzieren, wissen aber nicht wie und womit?

Das Angebot erschlägt Sie und es gibt zu viele Fachbegriffe?

 

Kein Problem, Drucker-Onkel erklärt die wichtigsten Fachbegriffe zum Thema Decals:

 

Carrier

Damit der Druck bei der Verarbeitung nicht zerfällt wird ein Träger benötigt der den Toner zusammenhält. Je nach Technik gibt es verschiedene Träger:

 

- Klassische Wasserschiebe-Folie: die Folie selbst ist der mit Klebstoff beschichtete Träger

- TTS-Papier: der Druck wird mit Sprühlack übersprüht. Diese dünne Lackschicht ist der Träger

- Decalpro: dieses System arbeitet mit einem Träger der nach der Aufbringung des Decals entfernt wird. Das Motiv wird abgerubbelt und haftet direkt am Modell, der Träger ist nur für die Übertragung notwendig.

 

 

Decalpro

...unser neues System zur Erzeugung von randlosen Abreibe-Beschriftungen. Eine genaue Beschreibung finden Sie hier. Meiner Meinung nach das derzeit beste System für hochwertige Decals.

Decals

Decals leitet sich ab von Decalcomania, laut Wikipedia in Russland (!) erfunden und um 1868 in die USA eingeführt. Der Einfachheit zuliebe bleibe ich bei dem Begriff Decals

 

Laserdecal

...die neue Version der Xerodecor-Folie. Diese Folie ist auch für moderne Farblaser geeignet. Eigentlich heisst sie auch Xerodecor, allerdings hatte ich die Folie bereits im Angebot als der Hersteller noch keinen Namen dafür hatte. Deswegen habe ich die Folie kurzerhand Laserdecal genannt.

 

Letraset

(registrierte Handelsmarke der Firma Letraset): Dieses Verfahren benötigt eine Dunkelkammer zur Entwicklung. Die Decals werden mit lithographischem Film und speziellem Fotosensitivem Material entwickelt. Mit diesem Verfahren lassen sich sehr hochwertige Trocken-Abreibe-Decals erstellen, allerdings kostet eine Seite ab 50,- Euro aufwärts. Soweit mir bekannt gibt es dieses System nicht für Heimanwender, die Vorlagen müssen nach England geschickt werden und werden dort entwickelt.

 

 

Microdry

...ein Druckverfahren der Firma Alps. Drucker wie der Alps MD-5000 oder OKI DP-5000 arbeiten mit Wachs-Farbbändern und können sehr deckende und lichtbeständige Ausdrucke erzeugen. Ausserdem sind Sonderfarben wie Gold, Silber, Metallic und weiß möglich.

Leider werden die Drucker (ausser in Japan) seit 2000 nicht mehr produziert.

Vinyl Decals

...werden mittels eines Schneideplotters hergestellt. Anstatt eines Druckkopfes oder Lasers wird hier ein Spezialmesser verwendet, das die gewünschte Grafik aus einer Spezialfolie ausschneidet. Vinyl-Decals werden sehr häufig für Beschilderungen und Autobeschriftungen verwendet.

 

Vorteil: je nach Folie sehr Licht- und Wetterbeständig.

 

Nachteil: die ausgeschnittenen Stücke sind nicht beliebig verfeinerbar, daher ist das Verfahren nicht für Miniaturmodelle geeignet.

 

Wasserbad

...wird bei Wasserschiebe-Decals benötigt, um den Druck (incl. Carrier) vom Trägerpapier zu lösen. Im Wasserbad löst sich die Dextrin-Beschichtung und das Decal trennt sich vom Trägerpapier.

 

 

Wasserschiebe-Bilder

...sind die klassische Art von Beschriftung für den Modellbau. Neben Selbstklebeettiketten sind Wasserschiebebilder im Modellbau am weitesten verbreitet und liegen bei vielen Modellbaukästen bei.

 

Wasserschiebe-Folien bestehen aus einem Trägerpapier und einer Druckfolie. Zwischen Papier und (Klebe-)Folie befindet sich ein Dextrin, eine wasserlösliche Beschichtung. Legt man das bedruckte Papier in Wasser, dann löst sich das Dextrin auf und die Folie trennt sich vom Trägerpapier.

Achtung - legt man Wasserschiebe-Folien zu lange ins Wasser, dann löst sich auch der Klebstoff, die Folien haften dann nicht mehr am Modell!

 

 

Wasserschiebe-Folien Typen

Es gibt 2 verschiedene Typen von Wasserschiebefolien:

 

1. Dextrin-beschichtete Wasserschiebefolien: Die Trägerfolien sind mit Dextrin beschichtet, der Druck erfolgt direkt auf den Träger. Vor dem Wässern müssen die Drucke mit einem Übertragungsmedium versehen werden (Mylarfolie oder Lack-Spray). Beispiel: TTS-Papier

 

2. Vorbeschichtete Wasserschiebefolien: Diese Papier enthalten eine transparente oder weiße Beschichtung aus dünnem Kunststoff die als Träger für das spätere Wasserschiebebild dient. Die Folien können nach dem Druck direkt gewässert und aufgebracht werden. Beispiel: Xerodecor, Laserdecal

 

 

Water-Slide Decals

... siehe Wasserschiebebilder

Xerodecor

unsere Folie zur Erstellung von Wasserschiebe-Decals in älteren Laserdruckern die noch mit Öl arbeiten. Auch sehr gut geeignet für Microdry.

 

Xerostick

...unsere Selbstklebe-Vinylfolie für Laserdrucker. Diese sehr gut haftende und recht beständige Folie ist für alle Laserdrucker geeignet und eignet sich hervorragend für die Erstellung von Aufklebern.

 

 



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