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100.000 Seiten mit CISS

(3.3.2010)

Es ist vollbracht - Druckeronkel hat mit seinem K5400 die 100.000-Marke geknackt!

 

Nach den ersten Dauerdruck-Tests im Juni 2007  habe ich einen K5400DN mit CISS ausgestattet und alle 10.000 Seiten einen Bericht dazu veröffentlicht.

Innerhalb von knapp 1,5 Jahren habe ich gestern die 100.000er-Marke erreicht.

Der Drucker steht noch einwandfrei da, theoretisch könnte man locker nochmal 100.000 Seiten (oder mehr) draufpacken.

Allerdings habe ich mich dazu entschlossen, den K5400 durch einen Officejet Pro 8000 zu ersetzen der hier seit meinem Test im Keller steht (ich habe sowieso immer zuviele Drucker im Büro stehen).

Der K5400 ist zwar noch einwandfrei in Schuss, aber da ich nicht so viele Drucker benötige und das Teil gebraucht sicher keine 50,- Euro mehr bringt habe ich etwas viel besseres damit vor - der Drucker wird zerlegt und Druckeronkel zeigt Euch die Innereien...

 

Hier gibts den Drucker-Zerlegungs-Bericht :-)

 

Verbrauch und Kosten

Verbrauch nach 100.000 Seiten
Verbrauch nach 100.000 Seiten

100.000 Seiten A4, das sind 100.000 x 30cm oder 30 Kilometer Papier.
Damit könnte ich eine Strecke von hier bis nach Stuttgart auslegen, da braucht man selbst mit dem Auto mindestens 30 Minuten.

 

Für die 100.000 Seiten hat der Drucker folgendes benötigt:

 

3 Sätze Druckköpfe:

2 Cyan/Magenta Druckköpfe und 1 Schwarz/Gelb Druckkopf wurden mechanisch zerstört als sich das Papier gestaut hat. Der Drucker blieb am Papier hängen und die dünne Kontaktfolie an der Druckkopfunterseite ist eingerissen.

Laut Berichten im Forum kommt das beim K5400 häufiger vor und scheint leider eine Schwachstelle des Druckers zu sein.

1 Schwarz/Gelb-Druckkopf habe ich aus eigener Dummheit zerstört weil ich abends einen 500 Seiten Druckjob gestartet und nicht auf den Füllstand der CISS-Tanks geachtet habe - da ging einfach die Tinte aus und das wars dann.

Die anderen Druckköpfe (1x schwarz/gelb, 1x cyan/magenta) waren bis zum Schluss im Drucker und funktionieren soweit einwandfrei.

 

10 Liter Tinte:

Verbraucht hat der Drucker für die 100.000 Seiten ziemlich genau 10 Liter (9956ml), das entspricht einer Kiste Sprudel - kaum vorstellbar daß diese Menge durch den Drucker gelaufen sein soll.

 

100.000 Blatt Papier:

OK, ein bisschen geflunkert, ein paar Duplex-Drucke (doppelseitig) waren auch dabei, aber das waren extrem wenig, da runde ich einfach die 100.000 Seiten wieder auf 100.000 Blatt auf, ist einfacher zu rechnen.

 

Und was kostet der Spass?

 

Der Drucker hat 150,- Euro gekostet, incl. 1 Satz Druckköpfe.

4 neue Druckköpfe a 40,- Euro sind 160,- Euro.

Ein CISS-System aus meinem Shop für 111,- Euro incl. 4 Liter Tinte.

Und noch 6 Liter extra für jeweils 25,- Euro sind nochmal 150,- Euro

Gesamt für 100.000 Seiten: 571,- Euro

Das entspricht einem Seitenpreis von 0,571cent (ohne Papier).

Und da waren einige vollfarbige Seiten dabei.

 

Wie wäre es mit Original-Tinte?

Die Nr. 88 Patronen mit XL-Füllung haben 59ml in schwarz bzw. 17ml in den Farbpatronen.

Leider gibt HP diese Werte nicht mehr an sondern schreibt lieber von einer Reichweite von 2450 Seiten (schwarz) bzw. 1700 Seiten (farbe)

Die Farbpatronen kosten ungefähr 20,- Euro pro Stück, die Schwarze 30,- Euro

5494ml schwarz sind 93 Schwarz-Patronen a 30,- Euro = 2790,- Euro

1131ml cyan sind 67 Cyan-Patronen a 20,- Euro = 1340,- Euro

1377ml magenta sind 81 Magenta-Patronen a 20,- Euro = 1620,- Euro

1952ml yellow sind 115 Gelb-Patronen a 20,- Euro = 2300,- Euro

Druckkosten bei Originaltinte damit:

Drucker 150,- Euro + Druckköpfe 160,- Euro + Tinte 8050,- Euro

 

Gesamt-Druckkosten für 100.000 Seiten mit Originaltinte: 8360,- Euro oder 8,36cent je Seite 

 

Die Reichweite liegt bei meinem Test um Faktor 2,5 unter den Hersteller-Angaben. Allerdings habe ich viele vollflächige Flyer gedruckt. 

Bei normalen Büro-Drucksachen ist die Angabe von HP durchaus realistisch.

Ein farbiger Druck kostet dann im Büro-Alltag ca. 3,5cent was im Vergleich ein Spitzenwert ist.

Der K5400 ist daher auch mit Originaltinte uneingeschränkt empfehlenswert und sehr günstig.


Wer gerne bastelt und bunte Finger nicht scheut kann aber einiges sparen:


Obige Werte ergeben eine Ersparnis durch CISS bei 100.000 Seiten in Höhe von 7789,- Euro

 

Defekte, Mängel und Aussetzer

Es gibt ja bekannte Automobil-Fachzeitschriften die in ihren Langzeittests Fahrzeuge wegen defekter Handschuhfach-Beleuchtungs-Birnchen (langes Wort) abwerten, damit die Fahrzeuge des Hauptsponsors nicht ganz so schlecht dastehen.

 

Bei Druckeronkel gibt es das nicht, da wird alles genau beschrieben und bewerten darf der Leser selbst.

 

Meine Meinung zum K5400: TOP Gerät!

 

Schwachstellen sind die Druckköpfe, leider stehen die Kontaktfolien ein wenig über und bei Papierstau kann es passieren, daß die Druckköpfe hier mechanisch beschädigt werden. Kommt zwar selten vor, ist aber dann sehr ärgerlich.

 

Das 2. Papierfach das man zum K5400 kaufen kann ist bei mir schlicht unbrauchbar gewesen:
Ich habe von HP 4 (!) Ersatz-Papierfächer (für verschiedene K5400) auf Garantie bekommen. Unabhängig von der Papiersorte hatten alle Drucker bereits nach 5.000 - 10.000 Seiten Einzugsprobleme aus dem 2. Fach.


Das erste Papierfach dagegen funktioniert einwandfrei - da gab es über 100.000 Seiten keine Probleme.


Der Duplexer erzeugt leider eine längere Trocknungspause, dadurch dauern Doppelseitige Drucke erheblich länger als einseitige Drucke. Ausserdem ist der Druckrand deutlich größer als bei einseitigem Druck und die beiden Seiten sind gegeneinander verschoben. Das ist nicht optimal.


Größtes Manko sind die Druckertreiber.

Zwar funktioniert der K5400 zu 99,9% einwandfrei, aber ab und an kommt es vor, daß die unterste Zeile einer Druckseite einfach abgeschnitten wird.

Das Problem gibt es seit Anfang meiner Tests und über alle getesteten Betriebssysteme (XP, Vista, Win7 in 32bit und 64bit, Server 2008 und 2003), ausser bei Linux - da ist das nie passiert.

Ausserdem zäht der Druckertreiber einen Druckjob mit 100 Seiten locker mal auf "Seite 345 von 1", bleibt dann aber nach 50 Seiten stehen und meldet "Fertig".

Das ist extrem schlecht wenn man für einen Kunden eine genau definierte Anzahl Seiten drucken muss.

Und warum HP 10x mehr Festplatten-Platz für die Treiber benötigt als die Konkurrenz ist mir bis heute ein Rätsel.

Abhilfe bringen hier die Treiber von der HP-Webseite: Gekennzeichnet mit "Nur für Unternehmen", aber schlank und funktionell die bessere Wahl zu den "alles drin Monstern".

 

3-4x ist der Drucker während der 100.000 Seiten einfach stehen geblieben und hat nicht mehr reagiert. Nach Stecker-raus und wieder rein ging es dann wieder weiter. Ursache unbekannt.

Am Papierfach habe ich eine Halterung abgebrochen als ich mit dem Stuhl dagegen gefahren bin, aber da kann der Drucker nichts dafür.


Das waren schon alle Mängel - hört sich viel an, ist bei der Druckmenge aber erstaunlich wenig.

Ich würde den Drucker sofort wieder kaufen.

Leider gibt es den K5400 nicht mehr, aber der Officejet Pro 8000 sieht genausogut aus und darf ab sofort zeigen was er kann.

Wie geht es weiter?

Der Drucker würde sicher noch einige Tausend Seiten weiterdrucken wollen.

Aber irgendwann ist auch mal Zeit für etwas neues.

 

Daher habe ich den K5400 durch einen Officejet Pro 8000 ersetzt und noch ein paar weiterführende Seiten zum K5400 gebastelt:


- Der Schmutz von 100.000 Seiten - so sieht der Drucker und seine Umgebung aus.

 

- K5400 zerlegt - kleine Dokumentation mit vielen Bildern.

Warnung!

die hier beschriebenen Vorgänge geben nur meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder.
Wer soetwas nachmacht handelt auf eigene Gefahr, ich übernehme keinerlei Haftung für Probleme!



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