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Drucker von anno dazumal

Bild: Typenrad (Druckeronkel)
Bild: Typenrad (Druckeronkel)

Hochauflösende Ausdrucke in Fotoqualität kann heute fast jeder Tintendrucker.

Laserdrucker drucken selbst als Desktop-Version über 10 Seiten/min in excellenter Qualität.

Wer kurz innehält und über Drucker nachdenkt wird sich wundern, welche rasante Entwicklung diese Geräte hinter sich haben.

 

www.drucker-onkel.de erzählt von Druckern die wohl nicht mehr jeder kennt und auch von Geräten, die heute noch verwendet werden.

 

Typenrad-/Zylinderkopf-/Kugelkopf-Drucker

Bei der Entwicklung der Computer griff man auf das zurück, was bereits verfügbar war - Schreibmaschinen.

Den elektrischen Schreibmaschinen wurde eine Steuerelektronik eingebaut die die Ansteuerung vom PC aus erlaubte. Die ersten Drucker konnten damit sowohl vom PC aus als auch als Schreibmaschine verwendet werden.

 

Rechts im Bild sieht man das Typenrad eines Typenrad-Druckers der gleichzeitig eine Tastatur hatte und als Schreibmaschine verwendet werden konnte.

 

Schon bei diesen Geräten waren mehrere Schriftarten und - größen möglich - Durch Wechsel des Typenrades. Mit der Verwendung von zweifarbigen Farbbändern (schwarz/ rot) war sogar bereits "farbiger" Druck möglich.

 

Die Qualität dieser Geräte war schon damals sehr gut,die Geschwindigkeit war allerdings eher lahm, angegeben in Zeichen/sec.

 

Neben dem recht gemächlich arbeitenden Typenrad-Drucker gab und gibt es natürlich noch eine Menge anderer Druckverfahren von denen einige vielleicht schon fast wieder in Vergessenheit geraten sind.

 

Beispielsweise Drucker mit Zylinder-Schreibkopf, bei denen die Buchstaben auf einem rotierenden Zylinder angebracht waren. Der Zylinder wurde mit einem Hammer angeschlagen und übertrug dabei den gerade auf der Frontseite befindlichen Buchstaben über das Farbband auf das Papier.

Nachteil dieser Technik: extrem langsam: ca. 10 Symbole/sec.

 

Der Kugelkopf-Drucker ist die Weiterentwicklung des Zylinder- Schreibkopfes. Die Kugel bringt den gewünschten Buchstaben in die Druckposition, indem die Kugel um 2 Achsen rotiert wird. Der Kugelkopf schlägt direkt auf das Farbband, der Hammer des Zylinderkopf-Druckers wurde hier eingespart. Vorteil: der Kugelkopf ist einfach austauschbar, die Druckqualität ausgezeichnet. Max. 80 Zeichen passen auf den Kugelkopf.

 

Nachteil der Kugelkopf-Technik: extrem langsam: ca 15 Symbole/sec.

Typentrommel-Drucker

Typentrommel-Drucker arbeiten sehr schnell und sind geeignet für Druckjobs mit hohen Auflagen, z.B. Mailings (Werbemüll). Auf der zylindrischen Trommel sind 64, 80 oder mehr gleiche Zeichen nebeneinander angebracht, auf einer Trommel sind dabei meistens 96 verschiedene Symbole vorhanden. Dir Trommel dreht sich und sobald sich der richtige Buchstabe in Position befindet schlägt der entsprechende Hammer auf Papier und Farbband. Mit einer Umdrehung der Trommel ist damit eine ganze Zeile gedruckt! Mit dieser Drucktechnik sind 2000 Zeilen und mehr pro Minute möglich, bei 64 Zeilen pro A4-Seite sind das über 30 Seiten/min

 

Nachteil dieser Technik ist die komplizierte Justage der einzelnen Hammer zueinander, bei fehlerhafter Justage wird das Schriftbild wellig. Ausserdem ist das Gerät auf eine feste Schriftart fest eingestellt, Grafikdruck ist nicht möglich.

 

Nadel-Matrix-Drucker

Matrix-Drucker arbeiten nach dem Impact-Prinzip, die Farbe wird durch mechanische Einwirkung auf das Papier aufgebracht. Diese Drucker-Art wird auch heute noch häufig verwendet, vor allem für Formulare und überall wo Durchschläge benötigt werden. Die Drucker sind relativ flott, allerdings auch laut und die Auflösung der Drucker ist durch die Dicke der verwendeten Nadeln begrenzt.Bei Matrix-Druckern wird die Farbe durch Nadeln von einem Farbband auf das Papier geschlagen. Die Buchstaben werden durch einzelne Punkte zusammengesetzt. In begrenztem Umfang sind die Nadeldrucker auch grafikfähig. Es gibt auch Farb-Nadeldrucker, die Druckqualität ist aber eher bescheiden und reicht kaum für heutige Ansprüche. Die genaue Funktionsweise wird auf einer Extraseite erklärt.

 

Thermo-Drucker

Thermodrucker erhitzen ein beschichtetes Spezialpapier. Die Drucker arbeiteten entweder mit einem Druckkopf oder mit einer Zeile von Thermoelementen die über die ganze Seitenbreite reichen. Bekannte Vertreter dieser Technik sind auch heute noch Thermo-Faxgeräte. Die Drucker sind billig und leise, benötigen aber teures Spezialpapier, das zudem nicht sehr langzeitbeständig ist. Die Drucker sind zu bescheidenen Grafiken fähig, höhere Auflösungen als 200-300dpi sind aber nicht möglich. Die Technik ist nur für monochrome Ausdrucke geeignet.

 

Elektrostaten-Drucker

Elektrostatische Drucker benötigen ein speziell beschichtetes Papier. Prinzipiell arbeiten die Elektrostaten als Matrix-Drucker. Die Punkte werden hier aber nicht durch Nadeln oder Tintenspritzer auf das Papier gebracht, vielmehr ändert sich die Papierfarbe an einem definierten Punkt durch Anlegen einer Spannung. Der Drucker ist verhältnismäßig schnell (2500 - 3000 Zeichen/sec), benötigt aber teures Spezialpapier. Das Papier sieht aus wie Alu-Folie und wird teilweise heute noch für manche Meß-Schreiber verwendet.

 

Umlauf-Kettendrucker

Auf einer umlaufenden Kette befindet sich je Kettenglied ein Zeichen. Die Kette bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit an einem Satz Hämmer vorbei (für jede Spalte einer), sobald das gewünschte Zeichen am Hammer vorbeikommt wird das Zeichen auf das Papier geschlagen. Eine Druckzeile benötigt also einen Umlauf der Kette. Druckgeschwindigkeit bis 2500 Zeilen/min, entspricht ca. 40 Seiten/min! Die Kette kann mit verschiedenen Symbol- und Zeichensätzen ausgetauscht werden.

 

Laserdrucker

Die Laser-Technik hat bereits eine lange Geschichte hinter sich und gehört neben den Tintendruckern auch heute noch zu den am meisten verbreiteten Drucktechniken. Eine Beschreibung der Lasertechnik finden Sie hier.

 

Tintendrucker

Tintendrucker sind natürlich auch heute noch aktuell. Trotzdem wollen wir kurz die Entwicklung dieser Technik aufzeigen. Die Entwicklung des Tintendruckers wurde von vielen Firmen gleichzeitig vorangetrieben. Zu den Pionieren zählt aber sicher die Firma Hewlett-Packard mit der Erfindung des Thermal Inkjet in 1979 während Canon zeitgleich ihr BubbleJet-System entwickelte. Das erste kommerzielle Produkt bei HP war der Thinkjet Drucker, der 1984 auf den Markt kam.

Bild: Hewlett-Packard

Beispiel der Druckkopf-Entwicklung bei HP (Bild von www.hewlett-packard.com)

 

Tintenstrahl oder Tintentröpfchen?

Seinen Anfang nahm das Tintendruckverfahren im Jahr 1948, als Siemens Elema in Schweden Ihr Drucksystem zum Patent anmeldete, das ähnlich einem Galvanometer arbeitete, aber statt des Zeigers eine Tintendüse verwendete. Mittels einer Pumpe wurde ein feiner Tintenstrahl aus einer Düse gepresst und auf das Papier übertragen, während ein Elektromagnet proportional zur angelegten Spannung die Düse verschoben hat. Dadurch wurde der Spannungsverlauf auf dem Papier als Funktion der Zeit dargestellt. Noch heute wird dieses recht einfache System eingesetzt.

 

(Bilder: Siemens)

 

Die Funktionsweise eines aktuellen Tintendruckers beschreiben wir hier.

 



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