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Alles teuer oder was? Sparen Sie über 90% Druckkosten!

Kaum ein Anwender der nicht über die teuren Druckkosten jammert. Hunderte Tipps und Tricks wie man sparen kann. Aber mal ehrlich - Selbstnachfüllen spart zwar jede Menge Geld, macht aber jedesmal auch eine ziemliche Sauerei.

Da wünscht man sich doch eine einfachere Lösung.

 

Bei Großformatdruckern ist der Anschluss von Literflaschen selbstverständlich. Nur der kleine Anwender muss seine Tinte teurer als Gold bezahlen. Hier gibt es nur Patronen mit Mililiter-Füllung.

Dabei kann man einige Drucker problemlos dazu erziehen, sich selbst aus externen Tanks zu bedienen.

 

Das Zauberwort heisst "Continuos Ink System".

 

Es gibt einige Anbieter die sowas fertig anbieten, Umbauanleitungen finden sich auch zuhaufe. Allerdings alle für etwas ältere Geräte. Mal schaun, ob auch aktuelle Geräte sowas können.

 

Drucker-Onkel hat sich jetzt selbst so etwas gebastelt:

Auf Basis eines HP OfficeJet Pro K550DTN habe ich Langzeitdrucksystem gebastelt das sich aus 250ml-Flaschen bedient und während dem Druck mit Tinte nachgefüllt werden kann.

 

Den K550DTN habe ich extra zu dem Zweck gekauft. Das Gerät hat mit der Originaltinte ca. 50 Seiten gedruckt, danach ging es los.

Warum gerade den K550?

ganz einfach - weil dieses Gerät bereits alles eingebaut hat was man für unser Vorhaben braucht:

 

Die HP Business-Inkjets haben stationäre Tintentanks die über Schlauchleitungen mit kleinen Druckköpfen verbunden sind. Dadurch können die Druckköpfe kleiner gebaut werden und der Druck wird schneller.

Netterweise ist dieses System ideal für unser Vorhaben. Wir müssen nur dafür sorgen, daß die Tintenpatrone immer voll ist. Da die Patronen fest stehen müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, wie wir die Schläuche flexibel anbringen. Und da der Drucker seine Tinte selbst aus den Patronen in die Druckköpfe pumpt gibt es auch kaum Probleme mit Luft im System oder ähnliches.

 

Für den Umbau benötigen wir etwas handwerkliches Geschick, ca. 1-2 Stunden Zeit (beim 2. Gerät geht es dann bereits viel schneller) und Material für ca. 10,- Euro.

 

Diese Anleitung sollte generell mit allen Geräten der Business-Inkjet-Reihe funktionieren.

Die Patronen Nr. 10, 11 und 88 sind weitgehend baugleich.

 

Für den Refill der Patronen habe ich unsere HP9xx-Refilltinte eingesetzt, diese funktioniert hervorragend.

 

Einen Testbericht über den K550DTN finden Sie auf der entsprechenden Testseite.

!! ACHTUNG! Haftungsausschluss !!

 

Bitte vor dem Nachbasteln unbedingt beachten!

 

Im folgenden beschreibe ich eine Methode, wie man einen Officejet K550 so modifiziert, daß er sich aus Literflaschen selbst mit Tinte bedient.

Wer seinen Drucker nach dieser Anleitung umbaut handelt auf eigene Gefahr!

 

Ich übernehme keinerlei Haftung dafür, daß das System bei jedem funktioniert!

 

Für irgendwelche Schäden durch den Umbau übernehme ich keinerlei Haftung!

 

Der Nachbau erfolgt auf eigene Gefahr!!

Refill für Gelegenheitsanwender

wer nicht gleich aus externen Tanks Tinte saugen will schaut am besten auf unserer normalen Refillseite für die Nr. 10, 11 und 88 nach wie es auch einfacher geht. Nicht jeder druckt mehr als 1000 Seiten im Monat, darunter würde ich eher normal nachfüllen.

Jetzt gehts los...

Ganz wichtig!

Immer alte Kleidung anziehen, den Arbeitsplatz mit viel Zeitungs- und Küchenpapier schützen und das ganze möglich nicht über Muttis Perserteppich ausprobieren. Bereits kleinste Mengen Tinte können lustige Punkte hinterlassen die zu recht großem Ärger führen können!

 

Am besten im Hobbyraum oder auf der Terrasse arbeiten.

 

Und immer daran denken: im Zweifelsfall trifft die Tinte garantiert immer dort wo es am teuersten wird!

 

Wir nehmen die erste Patrone aus dem Drucker. Die Patrone hat unten eine Kappe die nur eingeklipst ist. Um diese Kappe abzunehmen müssen wir die Aufkleber links und rechts mit einem Cutter vorsichtig abtrennen, danach lässt sich der Deckel problemlos abnehmen.

Für den späteren Zusammenbau merken wir uns wie das ganze beim Zerlegen ausgesehen hat!

Die Patrone hat an der Unterseite die Ansaugöffnung (1), über die die Tinte in den Druckkopf gepumpt wird. Bei (2) ist ein kleiner Gummibalg, durch den über einen Hebel im Drucker die Tinte umgepumpt wird. Achtung! wenn die Originalfüllmenge der Patrone verdruckt ist druckt der Drucker nur noch solange weiter, wie der Pumpenhebel nicht zu weit in die Patrone hineindrückt. Ist zuwenig Tinte oder zuviel Luft in der Patrone, dann erkennt der Drucker die Patrone über diesen Gummibalg als leer. Dann wird der Chip auf der Patrone entsprechend entwertet und die Patrone ist für weitere Druckvorgänge gesperrt!

Bei (3) sieht man die Werksfüllöffnung, die durch einen kleinen Gummistopfen verschlossen ist.

 

Im Inneren der Patrone befindet sich ein Alubeutel der die Tinte enthält. Der innere Teil der Patrone ist lediglich eingeklipst und kann durch sanftes Hin- und Herdrücken einfach von der Hülle gelöst werden.

Danach können wir das Innenleben der Patrone herausziehen.

Die Tintenleitung

 

für unser weiteres Vorgehen benötigen wir folgende Teile:

 

4 leere Becher für die Tinte (ich habe einfach unsere 250ml Tintenflaschen genommen), ein paar Spritzen, einen Auffangbehälter für die Tinte, Einweghandschuhe.

Für die Tintenleitung habe ich bei einem befreundeten Arzt Venofix Venenpunktionsbesteck geholt. Es handelt sich dabei um eine kleine Schlauchleitung mit angebauter Nadel. Genau in der richtigen Größe für unser Vorhaben. Die Nadel des Venofix ist zu lang, daher schneiden wir sie einfach ab (Schutzbrille tragen!), 2-3mm Rest sollten ausreichen. Anschliessend überprüfen wir, ob die Spitze noch genug Durchlass hat oder evtl. zugedrückt ist. Ich habe die Öffnung einfach mit einer Pinwandnadel wieder geweitet (dabei nicht in die Finger stechen!)

Jetzt wird gebohrt...

Ich habe für den Anschluss der Tintenleitung einfach oben in den Deckel ein Loch gebohrt (kann ruhig groß sein, stört später nicht). Danach habe ich den überstehenden Rand der Alufolie an der Oberseite des Tintensäckchens mit einem Cutter abgeschnitten und in den Mittelsteg mit einem 3mm-Bohrer ein Loch gebohrt.

Vorsicht!

Nicht die Alufolie beschädigen, ein Loch reicht, sonst läuft die Tinte gleich wieder raus.

Und noch ein Tipp:

Nicht den Alubeutel zusammendrücken, sonst erkennt man den Erfolg des Bohrens daran, daß einem Tinte entgegenspritzt!

 

Nach dem Bohren alles wieder sorgfältig von Kunststoffkrümeln und Tinte reinigen.

Danach können wir einfach das Venofix in das gerade gebohrte Loch stecken und ganz einfach mit Heisskleber fixieren.

Dichtigkeitsprüfung

Die Venofix-Leitung zieht man nachdem der Heisskleber gehärtet ist durch das vorher gebohrte Loch im Deckel. Anschliessend habe ich mit einer Spritze 10ml Tinte über das Venofix in die Patrone gedrückt, dabei kann man gleich sehen, ob alles dicht ist. Wenn alles dicht ist zieht man mit der Spritze wieder etwas Tinte zurück, damit der Beutel besser in die Patronenhülle passe.

 

So, jetzt einfach alles wieder zusammenstecken, dabei den Schlauch nicht einklemmen oder abknicken und schon sind wir fast fertig.

Nach dem Korrekten Zusammenbau füllt man die Patrone mit der Spritze mit Tinte.

Achtung beim Herausziehen der Spritze aus dem Venofix - hat man zuviel Tinte eingefüllt, dann ist hier Druck drauf und die Tinte spritzt heraus!

Beim Venofix sind kleine Verschlusskappen dabei, diese schrauben wir jetzt auf und bearbeiten erst einmal den Tintentank.

Ich habe einfach 4 250ml-Fläschchen genommen und unten je ein Loch hineingebohrt (nicht zu weit unten, damit Schwebstoffe in der Tinte sich unterhalb der Öffnung absetzen und nicht in die Patrone geschwemmt werden. Auf die gebohrte Öffnung habe ich einfach mit Heisskleiber eine Kanüle geklebt die mir mein freundlicher Arzt passend zu Venofix mitgegeben hat.

 

Bitte hier genau die Dichtigkeit überprüfen, bei vollen Fläschchen können sich sonst über Nach gerne 250ml Tinte über den Teppich verteilen!

 

Ist alles dicht, dann kann man den Schlauch mit der 250ml-Flasche verbinden. Bei passender Kanüle sollte das mit dem Venofix eine absolut dichte Verbindung geben (wäre sonst bei einer Infusion übrigens tödlich wenn Luft in den Blutkreislauf gelangt).

 

Jetzt muss man nur noch dafür sorgen, daß die Luft aus der Patrone entweicht. Dafür halten wir einmal die Patrone unten und die Flasche oben und danach andersherum. Durch aufsteigende Luftblasen sieht man sehr schön, wie die Luft aus der Patrone aufsteigt. Dieses Spiel wiederholen wir so lange, bis keine Luftblasen mehr im Schlauch sichtbar sind, Man kann auch ganz leicht auf die Patrone drücken (LEICHT! Wir wollen nicht daß das Tintensäckchen platzt!)

 

Und das ganze wiederholen wir jetzt noch für die anderen 3 Farben.

Anschliessend alles ersteinmal hinstellen, damit sich vorhandener Tintenschaum auflöst. Danach Tisch, Teppich und Händer reinigen und nachdem man sich erholt hat kann man die Patronen in den Drucker einsetzen.

 

Beim ersten Mal würde ich übrigens die Fläschchen nicht ganz voll machen, es könnte ja durchaus sein, daß das System doch noch nicht ganz dicht ist.

Vorsicht! Stellt man die Fläschchen unterhalb der Patrone auf, dann läuft die Tinte aus der Patrone in die Flaschen. Also die Vorratsbehälter immer etwas erhöht aufstellen.

 

Die Tintenfläschen sollten während des Druckens ein klein wenig offen sein, damit ein Druckausgleich stattfinden kann. Evtl. einfach eine Kanüle in den Deckel stecken die man bei Nichtbenutzen mit einer Kappe abdecken kann.

 

Übrigens: Beim K550 ist am Deckel des Tintenfachs oben links ein Stift, der über einen Kontakt dem Drucker signalisiert wenn der Deckel offen ist. Hier habe ich einfach einen kleinen Schraubenzieher hineingesteckt und mit Klebefolie fixiert. Dann muss man den Deckel nicht für die Leitungen anbohren.

 

So, hat man sauber gearbeitet, ist alles dicht und die richtige Tinte nachgefüllt (wie bereits geschrieben verwende ich unsere HP 9xx-Tinte) kann man den Drucker nach einer letzten Sichtprüfung jetzt probehalber einschalten.

 

Übrigens - da wir am Gerät selbst nichts verändert haben reicht es einfach aus, 4 neue Patronen zu kaufen, um den Drucker wieder ganz normal einzusetzen. Aber wer will das schon, wenn er aus Literflaschen drucken kann.

 

An Materialkosten hatte ich bis jetzt keine 10 Euro eingesetzt - die Flaschen hatte ich sowieso herumliegen, aber die kosten auch nicht die Welt. Ein bisschen Heisskleber kostet auch nicht die Welt (letztens gab es bei Aldi für 1,99 eine komplette Heisklebepistole). Die Kanülen und das Venofix habe ich einem Arzt abgestaubt. Sollte aber auch für ein paar Cent in jeder Apotheke zu haben sein.

 

Bleibt nur noch die Tinte der Wahl in der benötigten Menge.

Und das funktioniert?

Zugegeben - ein wenig skeptisch war ich schon. Daher habe ich erst einmal den aktuellen Tintenstand an den Fläschen markiert. damit man auch sieht, ob Tinte nachfliesst oder nur die Patrone leergedruckt wird. Tja und dann war da noch die Sache mit dem Zähler - Der Drucker zählte den Füllstand fleissig gegen 0%. Was wohl bei 0 passieren würde?

 

Zuerst habe ich ein paar Testseiten gedruckt und dann richtig losgelegt - aktuell gedruckte Seiten 1336 - mit dem ersten Patronensatz.

 

Interessant das Ergebnis, nachdem die Originaltinte verdruckt war.

Der Druckertreiber meckert jetzt regelmäßig, daß die Tintenpatronen bald leer wären (kann man abstellen), am Gerät leuchten über den Patronen die roten Warn-LEDs, aber das Gerät druckt problemlos weiter.

Wie man im Statusausdruck sehen kann meldet der Drucker einen Verbrauch von 62,45ml Schwarztinte bei einem Patroneninhalt von 22ml. Durch sinkenden Tintenstand in den 250ml-Fläschchen kann man erkennen, daß das System funktioniert.

 

 

Interessant ist der Status des Druckers nachdem ich das Geplärre um eine frische Tintenpatrone längere Zeit ignoriert hatte - irgendwann hat der Drucker aufgegeben und bringt seither die Meldung "Wiederaufgefülltes Verbrauchsmaterial erkannt".

 

Der Officejet Pro K550 DTN hat einen integrierten Webserver über den man sehr viele Daten abfragen kann, z.B. daß ein Druckjob mit 180 Seiten 8,81ml Schwarz, 0,42ml Cyan, 0,05ml Magenta und 0,54ml Gelbe Tinte benötigt hat.

Umgerechnet auf eine Seite sind das 0,05ml Schwarz und der Rest vernachlässigbar.

Mit einer Literflasche Schwarz für 39,- Euro könnte ich damit 20.000 Seiten drucken. Der Seitenpreis (ohne Papier liegt damit bei ca. 0,2cent).

Eine Originalpatrone HP Nr. 88 schwarz mit 22ml Inhalt  kostet ungefähr 30,- Euro, damit könnte ich 440 Seiten drucken, das wären dann 6,8cent je Seite.

 

Drucke mit Originaltinte kosten also 34x soviel wie unsere Bastellösung. Und die Druckqualität ist keineswegs schlechter!

Für wen?

Wer braucht sowas überhaupt?

 

Menschen die pro Woche nur eine Seite drucken sicherlich nicht. Aber bei einem Druckaufkommen von 50 und mehr Seiten am Tag lohnt sich das System eindeutig. Und ausserdem - es geht ja auch um das Basteln an sich - Printermodding rulez!

 

Viel Spass beim Nachbauen.

 

Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge einfach ins Forum schreiben.

 

Das System ist sicher nicht perfekt. Man könnte noch Filter gegen Schwebstoffe in die Schläuche einbauen oder statt der Basteltanks Benzintanks aus dem Modellbaubereich nehmen.

Es gibt noch viel zu tun. Aber erstmal lasse ich noch ein paarhundert Seiten durch um zu prüfen ob das auch auf Dauer funktioniert.

 

Der Officejet K550DTN ist übrigens erste Sahne und druckt 1A.

 

Das System sollte aber auch mit den meisten anderen Business-Druckern von HP funktionieren die auf ähnlichen Patronen basieren.

Der Druckkopf Nr. 88 zerlegt

für alle die das System nachbauen wollen ist vielleicht die Funktionsweise des Druckkopfes recht interessant. Ich habe daher einen Druckkopf geopfert und erkläre daran seine Funktionsweise (gut, das Ding war vorher schon hin, aber die Gelegenheit muss man nutzen).

Hier gibts die Information zum Druckkopf Nr. 88

 

 

Reinigungsstation sauberhalten!

Nach mehreren Tausend gedruckten Seiten kann es sein, daß der Drucker streifig druckt - Grund sind Tintenreste und eine "versiffte" Reinigungsstation im Drucker. Eine Anleitung zum Beheben dieses Problems gibt es hier:

Reinigungsstation K550/K5400 säubern.

 

Update 22.1.06

Gedruckte Seiten: 2360

Verbrauchte Tinte: schwarz 146ml, cyan 18ml, magenta 28ml, yellow 26ml

Alles mit der ersten Patone.

Drucker-Onkel Anwenderforum

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Update 16.2.06

 

Nachdem der Drucker nach einem Job mit 200 Seiten gemeldet hat, daß die Gelbe Tintenpatrone leer sei musste ich hier nochmal nachbessern. Bei der Ursachensuche hat sich herausgestellt, daß die abgezwickte Nadel in der Patrone zu wenig Durchgang hatte und durch den "kleinen" Druckjob mehr Tinte verbraucht wurde als von aussen nachfliessen konnte.

 

Ich habe daher nochmal eine neue Patrone modifiziert:

 

- das Loch durch den Patronendeckel habe ich nicht wie beim ersten Mal einfach Frei Hand gefräst sondern mit einem 10er-Holzbohrer sauber mittig hineingebohrt. Holzbohrer deswegen, weil diese eine Zentrierspitze haben und deswegen nicht so leicht abrutschen. Funktioniert in dem weichen Kunststoff einwandfrei.

 

- die Kanüle des Venoflex habe ich nicht wie bisher abgezwickt sondern mit meinem Aldi-Minibohrmaschine (Dremel-Clone) sauber abgeflext (Schutzbrille!!), so bleibt der komplette Durchfluss erhalten.

Die Wanne ist voll

Kleines Bug-Update:

Anscheinend ist die Tinte aggressiv gegen Heißkleber oder ich habe die Tanks nicht richtig abgeklebt.

Jedenfalls hat Magenta sich heute durchgebissen und ist aus dem Tank getropft.

Gut daß die Tanks auf saugfähigen weißen Küchentüchern stehen, da sieht man sowas sofort.

Ausserdem stehen die Tanks in einer Wanne, das würde die Tinte auffangen bevor sie den Boden erreicht.

Trotzdem traue ich der Sache nicht ganz und habe mir heute 4 Modellbautanks bestellt. Ein entsprechendes Update kommt dann sobald die Tanks hier sind.

 

Hier nochmal der Hinweis:

der Nachbau erfolgt auf eigene Gefahr, wer sich oder seine Umwelt verkleckert ist selbst schuld!

Update 20.2.06

Gestern gab es einige Probleme mit dem Papiereinzug (siehe Test HP Officejet Pro K550). Allerdings hatten diese ihre Ursache im Papier (HP Inkjet-Papier) und konnten durch eine Reinigung der Einzugswalzen behoben werden.

Während des Druckens kam dann plötzlich die Meldung "Druckkopf Schwarz/Gelb einsetzen".

Nicht "ersetzen" sondern "einsetzen"! Der Drucker hat allerdings die aktuelle Seite zuende gedruckt und ist dann stehengeblieben. Der Druckkopf sah noch einwandfrei aus, keine besonderen Verunreinigungen durch die mittlerweile 400ml verdruckte Tinte (schwarz/gelb). Ich habe daher den Druckkopf einfach nur mit einem feuchten Tuch abgewischt und wieder eingebaut. Nach einigem Gerappel und irgendwelchen internen Tests und Reinigungen druckt das Gerät seither wieder als ob nichts gewesen wäre.

 

Aktueller Stand: 5909 Seiten

Verdruckte Tinte: 340ml schwarz, 96ml magenta, 72ml cyan, 89ml Gelb

Tintenkosten (bei 39,- Euro je Liter): 23,- Euro

Tintenkosten je Seite: 0,4cent!

 

(den versehentlich geschrotteten Druckkopf habe ich nicht einberechnet, damit lägen die Kosten je Seite dann bei ca. 1cent je Seite.

 

gespartes Verbrauchsmaterial:

(abzgl. Erstausstattung, Preise sind empfohlene VK-Preise von HP)

16 Patronen schwarz(20ml) a 19,- Euro: 304,- Euro

10 Patronen magenta(9ml) a 15,- Euro: 150,- Euro

8 Patronen cyan(9ml) a 15,- Euro: 120,-- Euro

9 Patronen gelb(9ml) a 15,- Euro: 135,- Euro

Gesamtersparnis (abzgl. die 23,- Euro Tinte): 686,- Euro!

 

Der Vergleich: mit Originaltinte würde der Durchschnittspreis je Seite bei ca. 12 cent liegen.

 

Na also, würde der Drucker jetzt den Geist aufgeben könnte ich mir von der ersparten Tinte bereits mehr als 2 Neugeräte desselben Typs kaufen.

 

 

Nachdem der letzte Druckjob mit 300 Seiten gedruckt ist (bei 5989 gesamt) meldet der Drucker wieder "Papier leer" obwohl in Fach 2 genug Papier liegt. Diesmal ist es aber kein Einzugsproblem, der Drucker will Papier aus Fach1. Nachdem ich dort Papier eingelegt habe druckt er fleissig 3 Seiten mit bunten Testmustern (wohl zur Druckkopfausrichtung). Anscheinend hat er sich so verausgabt, daß er nachschauen will ob noch alle Düsen in Ordnung sind.

 

Gut, dann legen wir gleich nochmal nach - die Blätter müssen noch auf der Rückseite bedruckt werden:

Ich habe festgestellt, daß es bei großen Druckjobs besser ist, das Papier manuell 2x einzulegen als den eingebauten Duplexer zu verwenden, da Tintendrucker bei Duplex immer eine Pause zur Trocknung der Seiten einlegen müssen. Bei 100 oder mehr Kopien ist es deutlich schneller, das Papier zweimal durchlaufen zu lassen.

10.000 Seiten!

So, am 7.3.2006 habe ich die 10.000 Seiten-Grenze überschritten. Vielleicht der richtige Zeitpunkt um kurz über den HP Officejet Pro K550DTN und unser Refillgebastel nachzudenken...

 

Der K550 nach 10.000 Seiten

Der HP Officejet Pro K550 ist ein feiner Drucker und ideal für Büros (und auch Privatanwender) mit mittlerem Druckaufkommen. Ich würde das Gerät wahrscheinlich wieder kaufen, allerdings hat die Kiste noch ein paar Kinderkrankheiten:

 

1. Papiereinzug

mein Gerät hatte nach einigen Drucken (so ab 5000 Seiten) keine Lust mehr Papier aus Fach 2 einzuziehen, das Fach wurde mittlerweile von HP getauscht.

 

2. Papierweg

ein Kundengerät hat alle 3-4 Seiten das Papier mit dem Druckkopf an der Vorderen Kante gepackt und komplett zerrissen. Mein Gerät hat alle 200 Seiten einen kleinen Knick in die vordere Kante des Papiers gemacht. Das Kundengerät wurde mittlerweile von HP getauscht, bei meinem Drucker stört es nicht.

 

3. Tintenpatronen

mein Drucker muss nach 2 Tagen Standzeit erst einmal die Düsen reinigen. Ich dachte zuerst, das läge an der Refilltinte, aber bei einem Kunden passiert dasselbe mit Originalverbrauchsmaterial. Das sollte eigentlich nicht sein. Ein anderes Gerät hat nach 2 Wochen Stillstand garnichts mehr gedruckt - nach 30 gesamt gedruckten Seiten musste der Druckkopf herausgenommen und von Hand gereinigt werden. Nach 70 Seiten dasselbe Spiel. Dieses Problem sollte eigentlich bei aktuellen Geräten nicht mehr vorkommen. 

 

4. Tintennachschub

Das Prinzip ist eigentlich genial: feststehende Patronen und über Schläuche verbundene Druckköpfe. Genial vor allem fürs Nachfüllen :-)

 

Aber: in manchen Situationen scheint die Nachfuhr nicht richtig zu funktionieren. Nach 100 Seiten mit viel Deckung am Stück ohne daß man dem Drucker eine Pause gönnt scheint dem Druckkopf der Saft auszugehen, der Druck wird streifig! Abhilfe: einfach alle 50 Seiten eine kurze Pause einfügen.

Dieses Fänomen ist direkt vom Inhalt des Druckes abhängig und tritt nur bei sehr hoher Deckung und bei bestimmten Druckmodi auf (wenn schnell viel Tinte verbraucht wird).

Das Verhalten habe ich übrigens auch mit Originaltinte beobachtet.

Bei unserem Automatik-Refill habe ich das gelöst indem ich einfach zu 100ml Tinte 5ml Düsenreiniger dazugebe.

 

Fazit K550 nach 10.000 Seiten:

abgesehen von den genannten kleineren Problemchen (viele andere Geräte haben oft deutlich mehr Macken) ist der K550 sehr empfehlenswert und HP hat die Teile auch anstandslos ausgetauscht. Zwar ist der Drucker mittlerweise innendrin durch die viele Tinte bereits ein bisschen bunt, aber ansonsten steht das Gerät da wie neu.

 

Das Refillsystem nach 10.000 Seiten

Nachdem mittlerweile der Inhalt vergleichbar einer ganzen Milchtüte durch unseren Drucker gepustet wurde gab es an der ursprünglichen Konfiguration doch einige kleinere Verbesserungen:

Die selbstgebastelten Tanks habe ich durch 4,50 Euro-Modellbautanks ersetzt

Der Vorteil daran: die Tinte kann sich nicht mehr durch undichte Heisskleberverbindungen fressen und das ganze sieht auch etwas besser aus. Der Tank verfügt über 3 Messingröhrchen die ich wie folgt verwende: bei einem hat mein Onkel (auch Druckeronkel hat einen Onkel) mir einen Messingkonus aufgelötet der perfekt zu den kleinen Schläuchen passt. Darüber erfolgt der Tintentransport zu der Patrone. An der Unterseite dieses Röhrchens geht ein kleiner Schlauch bis knapp über den Tankboden (ich lasse lieber etwas Tinte im Tank als ganz von unten anzusaugen, damit gibt es keine Probleme mit dem Ansaugen von Ablagerungen). Das zweite Röhrchen dient der Entlüftung, dieses Röhrchen geht nur ein paar mm in den Tank, das Teil dient schliesslich dem Luftaustausch - theoretisch kommt man durch Nachdenken darauf, ich habe den Praxistest gemacht, indem ich durch das dritte Röhrchen mit einer Spritze Tinte eingefüllt habe und aus der Entlüftung mit Tinte bespuckt wurde. Damit also das Refill- und das Entlüftungsröhrchen nicht in die Tinte eintauchen sondern nur ganz knapp in den Tank stecken.

 

Evtl. würde ich bei der nächsten Version auch einfach weitere Messingröhrchen nehmen und diese mit 2-Komponentenkleber in die Patronen kleben. Dazu passend etwas dickere Schläuche und man spart sich den Konus.

 

Was kostet der Spass bisher?

 

1 Liter Tinte entspricht ungefähr 35 Euro

10.000 Seiten für 35,- Euro Tintenkosten bedeutet damit ganz einfach 0,35cent je Seite.

(Dazu muss man aber noch den Drucker, die Tanks und evtl. benötigte Druckköpfe rechnen).

Die Drucke hatten dabei deutlich mehr als die 5% Deckung die Hersteller gerne als Referenz nehmen, 90% waren Büroausdrucke (Flyer, Rechnungen, Dokumente), der Rest Fotos.

Billiger drucken geht nicht, es sei denn man extrahiert Tinte aus Altpapier und recycled diese.

 

Beim Test verschiedener Tinten bin ich schliesslich bei einer pigmentierten Schwarztinte und normalen Farbtinten hängengeblieben die es auch bei uns im Shop gibt (für HP Deskjet, Officejet, usw). Der Druck ist qualitativ vergleichbar mit Originaltinte. Der Schwarzdruckkopf trocknet zwar relativ schnell ein, dagegen nehme ich einfach 5-10% Düsenreiniger zu jeder Füllung direkt in den Tintentank. Und zur Erinnerung - das Refillsystem ist wirklich nur für Vieldrucker gedacht. Dafür entschädigt die Druckqualität allemal.

Meine Drucke führe ich ausschliesslich in der Qualitätseinstellung "OPTIMAL" durch, der Drucker druckt damit nicht wesentlich langsamer aber mit der Refilltinte in Spitzen-Qualität.

 

Und wieviel Originalpatronen man benötigt um 1 Liter Tinte zusammenzubekommen kann sich jeder selbst ausrechnen.

Update 11.4.06: Geschüttelt, nicht gerührt

Mittlerweile sind 13.000 Seiten und 1,5l gedruckt - war einiges an vollflächigen Drucken dabei. Dazu gibt es ein kleines Update:

 

- der defekte Drucker wurde von HP mittlerweile komplett getauscht. Der Service war vorbildlich, wenn auch etwas umständlich weil Drucker, Duplexeinheit und Papierfach jeweils einzeln als Garantiefall bearbeitet wurden - die Duplexeinheit hatte ich garnicht reklamiert, dafür musste ich beim Papierfach nachfassen, wurde wohl vertauscht.

Jedenfalls habe ich jetzt einen komplett neuen Drucker hier stehen, für alle Fälle.

 

- Für die 1,5l habe ich immer noch die ersten Druckköpfe in Gebrauch (abgesehen vom selbstgeschrotteten Schwarz-Druckkopf).

 

- Das Gerät gefällt mir im Gegensatz zum HP Officejet 9130 immer besser

 

- während des Druckens hatte ich ab und zu das Problem, daß bei Schwarz ein Teil des Ausdruckes etwas schwach war oder gefehlt hat - genau wie bei meiner ursprünglichen Reklamation die ich oben beschrieben habe. Anscheinend ist das System recht empfindlich was den korrekten Druck in der Tintenzuleitung angeht. Nachdem ich den Tintentank von "seitlich, auf gleicher Höhe wie die Patronen" auf "auf dem Drucker stehend, d.h. höher als die Patronen" umgestellt habe, sind die Probleme verschwunden. Netter Nebeneffekt - dadurch werden die Tanks während des Betriebs auch gleich durchgeschüttelt und die Pigmente setzen sich nicht so schnell ab (ich verwende Pigment-Tinte für Schwarz, da mir die getesteten Dye-Tinten doch ziemlich verlaufen sind. Mit Pigment-Tinte sehen die Drucke dagegen Laser-Like aus).

 

- Papiermäßig bin ich mittlerweile auf mondi 90g selection-Papier umgestiegen, das ist nochmal deutlich besser als das bisher verwendete HP-Bright-White-Inkjet-Papier. 90g verwende ich deswegen, weil es mit 80g-Papier im Duplexbetrieb doch das eine oder andere Problem gab - ab und zu war mal beim Druck auf die 2. Seite durch die Tinte das Papier dermaßen gewellt, daß eine Papierkante im Weg war und  umgeknickt wurde, ausserdem sieht man bei 80g-Papier oft den Druck von der Rückseite durch weil die Tinte ziemlich tief eindringt.

 

Update 6.10.2006 - Boxenstopp

Nach 24.300 Seiten und 1226ml schwarz, 358ml cyan, 385ml magenta und 468ml gelb hat der Schwarz-Druckkopf ab und zu streifig gedruckt. Deswegen habe ich das Teil heute in meinem Ultraschall-Reiniger mit Inkjet-Reinigungsmittel gebadet.

 

Nachdem die ersten 20 Seiten danach etwas flau aus dem Drucker kamen druckt der K550 jetzt wieder wie neu.

 

 

CISS-Reinigung

Übrigens - um den Drucker mal schnell durchzuspülen eignen sich ideal die Großraum-Patronen aus meinem Shop - einfach mit Düsenreiniger füllen und in den Drucker einsetzen - Drucken bis die Schrift heller wird, einwirken lassen, noch ein paar Seiten drucken (immer schon mit Pausen dazwischen damit der Reiniger wirken kann) - CISS-Patronen wieder einsetzen, drucken bis die Schrift wieder dunkler wird - fertig.

Wählt man zwischendurch die Düsenreinigung im Druckermenü, dann spritz der Drucker den Reiniger auch noch auf die Reinigungseinheit - damit wird diese gleich mit gereinigt (zwar nicht 100%, aber besser als garnicht)

 



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