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Druckertest: Epson ET-4750 Ecotank

Die alten HP Pagewide-Geräte (X475dw, etc.) waren bisher die besten Büro-Drucker mit denen ich arbeiten konnte.

Leider halten die Geräte wie alle Drucker nicht ewig und bei ungefähr 100.000 Seiten hat mein Drucker das Zeitliche gesegnet. Schade. Zeit für eine Neuanschaffung.

Die neuen Pagewide-Geräte verhindern den Betrieb mit einem CISS-System oder Nachfülltinte durch Verdongelung. Chips auf den Patronen gab es zwar auch schon bei den älteren Modellen, die neuen verhindern aber effektiv das Nachfüllen. Da kann ich nur sagen: Sorry HP, wer seine Kunden so gängelt verkauft an mich nichts.

Das Problem: andere Hersteller sind auch nicht besser und für den Betrieb mit CISS waren die HP-Kisten schon genial. Nach einiger Suche habe ich mich dann dafür entschieden, einen Epson ET4750 zu testen. Das “größte” A4-Modell der Ecotank-Reihe von Epson. Wobei Größe hier relativ ist, der Drucker ist vergleichsweise winzig. Mit den Ecotank-Geräten bietet Epson Drucker mit ab Werk eingebautem CISS an. Statt Patronen werden die Geräte aus Flaschen befüllt. Die Drucker sind relativ teuer, dafür ist die Tinte später selbst als Originalware günstig zu haben.

Erster Eindruck Epson ET-4750

Beim ET-4750 handelt es sich um ein Multifunktionsgerät mit Kopierer, Scanner, Drucker, Fax mit Duplex, USB, Netzwerk. Also ein Gerät für alles für ein kleines Büro. Der Marktpreis pendelt um die 400,- Euro. Es gibt auch andere Ausstattunsvarianten und sogar A3-Maschinen. Mitgeliefert wird Tinte für angeblich 14.000 Seiten in schwarzweiss und 11.000 Seiten in Farbe. Das ist schon eine Menge. Es handelt sich dabei um 2 Tintensätze mit 125ml Schwarz und 70ml je Farbe). Bei mir hat die Tinte für ca. 5000 Seiten gereicht. Das ist ok, drucke ich doch oft meine Flyer mit vielen Bildern.

Der Drucker ist sehr klein, im Vergleich zum vorher benutzten HP Pagewide sogar winzig.

Das verbaute Druckwerk entspricht einem Einstiegsgerät von Epson, besonders vertrauenserweckend wirkt die Mechanik nicht. Das ist verwunderlich bei einem Gerät das mit Nachfülltinte betrieben werden soll und von den Kunden sicher für größere Druckmengen ausgewählt wird. Vergleichbare Multifunktionsgeräte ohne Nachfüllsystem kosten um die 100,- Euro. Man zahlt also für den ersten Tintensatz 300,- Euro Aufpreis. Da muss man hoffen daß das Gerät auch entsprechend lange funktioniert. Mein Gerät hat jetzt knapp über 10.000 Seiten gedruckt und funktioniert bisher noch einwandfrei.

Neben der einfachen Mechanik enttäuscht auch das Papierfach und das Bedienfeld.

Das Papierfach fasst ca. 150 Blatt Normalpapier. Laut Hersteller sollen 250 Blatt hineinpassen, bei vollem Fach zieht der Drucker aber oft kein Papier ein und meckert daß das Fach leer ist. Da sind vermutlich irgendwelche Mechanikteile zu schwach.

Das Bedienfeld ist weitgehend unbrauchbar. Es handelt sich um ein winziges Touchfeld. Eine Fingerbedienung ist kaum möglich, ein Stift schafft hier Abhilfe. Aber Ergonomisch ist das nicht. Schade daß Epson sein Refillsystem nicht in Kombination mit anständigen Maschinen wie den größeren Workforce Pro-Maschinen anbietet. So ist die Maschine nichts halbes und nichts ganzes.

Für ein Bürogerät mit viel Durchsatz ist das Gerät eher ein Spielzeug und das Papierfach ist zu klein, die Bedienung ist umständlich.

Für Wenigdrucker ist das Gerät insgesamt zu teuer. Wem die mitgelieferte Tinte länger als 1 Jahr reicht, für den ist das Gerät eher nicht geeignet.

Bleibt der Umwelt-Aspekt: die Flaschentinte spart enorme Abfallmengen. Eigentlich müssten alle Drucker so befüllt werden können, die winzigen Tintenpatronen der normalen Druckermodelle gehören verboten.

Ich habe für meinen Bedarf noch einen zweiten Drucker dazugekauft für Kopien, Scans und Faxe, mit besserer Bedienmöglichkeit, aber leider ohne CISS-System. Den ET-4750 verwende ich nur als reinen Drucker, für Rechnungen, Flyer und sonstige Drucke auf Normalpapier. Als Zweitgerät ist das Gerät sehr gut. Als Hauptgerät ist es mir zu klein.

Druck und Qualität

Der Druck mit der Originaltinte ist deutlich blasser als ich das vom HP Pagewide gewohnt bin. Für Fotodrucke ist das Gerät nicht brauchbar. Als Bürodrucker schlägt er sich aber ordentlich. Die Geschwindigkeit ist aber sehr gemütlich wenn man die 30-40 Seiten/min der Pagewide-Geräte gewohnt ist. Ausdrucke auf Normalpapier kommen recht gut heraus, für Rechnungen und Korrespondenz vollkommen ausreichend. Allerdings zieren immer wieder hässliche Querstreifen den Druck. Zuerst dachte ich an verstopfte Düsen, es hat sich allerdings herausgestellt daß es ein Mechanik-Problem ist. Bei Bidirektionalem Druck in der Einstellung NORMAL gibt es fast immer leichte Streifen. Sehr gute Drucke bekam ich erst unter Linux, denn dort ist standardmäßig der Bidirektionale Druck ausgeschalten. Wenn man die Einstellungen unter Windows anpasst und auf Unidirektional umschaltet, dann verschwinden die Streifen auch hier. Allerdings ist das Gerät ohne Bidirektionalen Druck nochmal deutlich langsamer. Und der Treiber hat einen unschönen Bug: die gewünschte Kopienzahl wird ignoriert. Sowohl unter Linux als auch unter Windows wird bei unidirektionalem Druck immer nur eine Kopie gedruckt. Bei einem Druckjob mit 10 Flyern hat man dann nur einen Flyer in der Druckausgabe. Der Modus ist damit leider unbrauchbar. Da muss man wieder mit den Streifen leben. So etwas ist ärgerlich und darf nicht passieren.

Ecotank-System

Das von Epson Ecotank genannte System besteht statt einem Patronensystem aus Plastiktanks die seitlich im Drucker montiert sind, etwa 70ml fassen und mit Flaschen befüllt werden. Die Tinte wird dann über Schläuche zum Druckkopf gepumpt. Die Befüllung ist sehr einfach und sauber: Deckel auf, Flasche aufgesetzt und warten bis der Tank voll ist. Dabei sind die Flaschen mechanisch codiert damit man nicht die falsche Farbe einfüllt. Beim Aufsetzen wird ein Ventil geöffnet, der Refill erfolgt somit sauber und tropfenfrei. Weiteren Komfort gibt es aber nicht. Ein Schutz vor Überfüllung ist nicht vorhanden, man muss selber schauen wann der Tank voll ist. Der Tintenstand wird auch nur geschätzt und nicht gemessen, man muss daher auch beim Druck aufpassen daß das Gerät nicht leer läuft. Statt einer Software-Sperre vor Leerdruck kommt bei jedem größeren Druckjob eine Warnung daß man ja immer den Tintenstand im Auge behalten soll. Das ist eine sehr einfache und billige Lösung, da hätte ich bei dem Druckerpreis mehr erwartet. Abgesehen davon funktioniert das System recht zuverlässig. Eigentlich sollten alle Drucker so ausgerüstet werden, Tintenpatronen mit homöopatischen Füllmengen gehören verboten!

Alternativanbieter bieten passende Tinte für das Gerät an, damit wird der Druck nochmal deutlich günstiger. Allerdings immer mit dem Risiko daß man statt Tinte gefärbtes Wasser angedreht bekommt und der Drucker dadurch beschädigt wird. Mein Hoflieferant Inktec hat sehr gute und hochwertige Tinte für das Gerät, die Ausdrucke sind damit sogar besser als mit der Originaltinte. Aus Literflaschen kann man problemlos in die Original Epsonflaschen umfüllen und von dort dann in den Drucker. Damit bin ich jetzt bei über 10.000 Seiten.

Fazit

Der Drucker ist ein netter Versuch, umweltfreundlich und günstig im Unterhalt. Der Anschaffungspreis ist aber viel zu teuer. Vielleicht will man verhindern, daß zu viele Menschen dieses Gerät kaufen und die Nachfrage nach Tintenpatrone wegbricht. Die verbaute Mechanik ist sehr einfach, die Bedienung ein Witz. Der Treiber-Bug der die Kopienzahl ignoriert ist nervig. Ob ich das Gerät nochmal kaufen würde? Ich weiss nicht. Es gibt deutlich bessere Geräte, aber mit dem einfachen Refill und den günstigen Druckkosten ist das Gerät recht einsam auf dem Markt. Wer viel druckt und wenig am Drucker direkt hantieren muss (Faxe, Kopien) und kein Problem damit hat öfter mal Papier nachzulegen, für den ist das Gerät gut geeignet. Für alle anderen geht die Suche nach Alternativen weiter.


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Umgebaut und aufgeräumt

Heute hatte ich endlich etwas Zeit, ein paar Seiten zu aktualisieren und einzuräumen.

Wegen dieser unsäglichen DSGVO ist die alte Seite leider nicht mehr weiter verfügbar.
Für die neue fehlte bisher die Zeit.

Ein paar Links auf die alte Seite existieren noch. Mit dem Ende von PHP 5.6 wird das alte System bald nicht mehr funktional sein.

Daher wird jetzt endlich umgeräumt.

Der Menüpunkt “DRUCKSERVICE” wurde komplett umgebaut und eingerichtet.

Informationen zu Eco-Solvent, UV– und Laserdruck sind eingebaut.

Eine Anleitung zur Decalbestellung incl. aktueller Checklisten ist online.

Anleitungen zum Weiß-Druck in UV-Technik und Eco-Solvent sind online.


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Druckservice: NEON-Farben

Manchmal muss es doch etwas Besonderes sein.

Weißer Neon-Toner auf schwarzem Papier

 

Das Rettungsfahrzeug mit Leuchtbeschriftung?
Leucht-Grafittis für ein Disco-Modell?
Oder einfach mal ein Modell das in der Nacht bei Schwarzlicht leuchten soll?
Ein Geisterbahn-Modell? Halloween-T-Shirts, -Fingernägel oder Tattoos?

Ab sofort gibt es bei Druckeronkel den Druckservice mit NEON-Farben!

Medien

Der Druck ist möglich auf alle Laserfolien:
Wasserschiebefolie/Decals, Trägerlose Decalfolie, Tattoo-Folie, Klebefolie, Multitransfer-Folie, usw.

Drucke sind in A4 oder A3 möglich.

Die Druckkosten stehen in der Druckpreisliste.

Beispiele:
– Neon-Wasserschiebefolien für den Modellbau
– Textil-Transferfolie
– Tattoo-Folie!

NEON-Druck (ohne Schwarzlicht fotografiert)

Druckfarben

Der Neon-Druck erfolgt mit einem speziellen Drucker und ist nicht mit Normalfarben mischbar.

Allerdings lassen sich die Drucke natürlich auf dem Zielobjekt mit anderen Drucken mischen, z.B. 2 Wasserschiebefolien übereinander.

Neon wird gedruckt mit den Farben NEON-Weiss, NEON-Gelb,  NEON-CYAN und NEON-Magenta.

Für den optimalen Effekt werden kräftige Farben gedruckt, wie z.B. 100% Neon-Gelb, 100% Neon-Cyan oder Mischfarben NEON-Rot aus 100% Neon-Magenta und 100% Neon-Cyan. Das bevorzugte Farbmodell ist dabei CMYK.  Auf obigem Foto sieht man ein Druckmuster mit gut darstellbaren Farben (das kann man auch bestellen, siehe Info in der Druckpreisliste.) Statt Schwarz wird NEON-Weiss gedruckt.

Die Neon-Farben sind nicht deckend und daher bevorzugt für weiße oder helle Untergründe geeignet.

Für einen kräftigen Leuchteffekt sorgt die Verwendung von Schwarzlicht.

 

Vorlagenerstellung

Die Vorlagen lassen sich ganz einfach in jeder beliebigen Software erstellen. Bevorzugt in Corel-Draw.

Idealerweise sollte man mit Vektorgrafiken arbeiten, Bitmaps gehen aber auch.

Man sollte allerdings beachten daß die Druckfarben NICHT den normalen Bildschirmfarben entsprechen.

Einen Eindruck der Druckfarben erhält man in obigem Musterbild.

Fotos sind für den Druck nicht empfohlen, NEON-Farben sind Effekt-Farben und sollten entsprechend verwendet werden, d.h. reine Farben (Cyan, Magenta, Gelb und für Leucht-Weiss nimmt man Schwarz!).

Gezeichnet wird ganz normal mit CMYK-Farbwerten, im Druck werden die Farben dann in Neon umgesetzt. C0M0Y100K0 gibt Neon-Gelb, C0M100Y0K0 Neon-Magenta, C100M0Y0K0 Neon-Cyan, C100M0Y100K0 Neon-Grün, usw. C0M0Y0K100 gibt Neon-Weiss!

 

Halloween-Impressionen

Für Halloween habe ich ein paar Neon-Drucke erstellt und am Gartenzaun angebracht.

Der Druck wurde mit weißem Neon-Toner auf schwarzem Papier durchgeführt.

Für den Leucht-Effekt reicht eine kleine 15W LED-Schwarzlichtlampe.

 

LED-Schwarzlicht  kann ich übrigens unbedingt empfehlen. Diese “normalen” Schwarzlicht-Glühlampen oder auch Schwarzlicht-Energiesparlampen taugen nichts. Schwarzlicht-Leuchtstoffröhren sind sehr gut, aber auch sehr sperrig und empfindlich. Und alles was ein Vorschaltgerät benötigt wird teuer. Die 15W-LED-Strahler gibts für unter 20,- Euro im Netz.

 

Da ich früher einen Beschallungsservice hatte und da noch einiges rumsteht gab es zusätzlich auch noch eine Nebelmaschine.

Sobald jemand geklingelt hat gab es mächtig viel Nebel.

Das war ein Spass 🙂

 

 

 

 Neon-Drucke als Deko, Tagesansicht
Neon-Drucke als Deko, Tagesansicht